Berechnen Sie tägliche GDD und schätzen Sie Ernte-Reifedaten.
Der GDD-Rechner misst Pflanzenentwicklung so, wie Agronomen es tun — in akkumulierten Wärmeeinheiten statt Kalendertagen. Kulturen reifen, wenn sie genug Wachstumsgradtage gesammelt haben, sodass ein kühler Sommer die Ernte tatsächlich verzögert und ein warmer sie voranzieht. Tagesmaximum und -minimum in °F, eine Basistemperatur (Standard 50°F, die übliche Basis für Mais und viele Warmwetterkulturen), die bisherigen akkumulierten GDD dieser Saison und einen Zielwert eingeben; das Tool gibt heutige GDD, den neuen Gesamtwert und eine Prognose der verbleibenden Tage bis zum Ziel aus.
Tägliche GDD = max(0, (Hoch + Tief) ÷ 2 − Basis). Die tägliche Mitteltemperatur wird mit der Basistemperatur verglichen, unterhalb derer die Kultur keinen Fortschritt macht; Tage mit einem Mittel an oder unter der Basis tragen null — nie negative — Einheiten bei. Tage-bis-Ziel = ⌈verbleibende GDD ÷ heutige GDD⌉, eine Geradenprojektion, die annimmt, dass kommende Tage dem heutigen ähneln.
Hoch 82°F, Tief 64°F, Basis 50°F → Mittel 73°F → 23 GDD heute. Mit 800 GDD auf dem Weg zu einer 1.500-GDD-Sorte brauchen die verbleibenden 700 Einheiten ⌈700 ÷ 23⌉ = 31 weitere ähnliche Tage.
Hoch 75°F, Tief 55°F gibt 65°F Mittel und 15 GDD gegenüber der 50°F-Basis. Solche Tage akkumulieren Wärme langsam — ein Grund, warum im Frühjahr gepflanzte Warmwetterkulturen in kühlen Jahren zu stagnieren scheinen.
Hoch 60°F, Tief 40°F: Mittel genau 50°F — gleich der Basis, also GDD = 0. Die Kultur gewinnt weder Einheiten noch verliert sie welche, und die Tage-bis-Ziel-Schätzung ist nicht verfügbar, bis die Wärme zurückkommt.
50°F ist die übliche Basis für Mais, Bohnen, Tomaten und die meisten Warmwetterkulturen und der Standard dieses Tools. Kühlwetterkulturen wie Erbsen und Salat werden oft ab etwa 40°F erfasst — das Basisfeld akzeptiert jeden Wert.
Weil Entwicklung stoppt statt sich umzukehren, wenn es kalt ist. Die Formel begrenzt mit max(0, Mittel − Basis) auf null, entsprechend der agrarwissenschaftlichen Standardmethode.
Sie setzt voraus, dass jeder künftige Tag den heutigen GDD entspricht — also als Gleichwetter-Projektion behandeln, nicht als Vorhersage. Bei steigenden Temperaturen im Frühjahr wird die Schätzung Woche für Woche kürzer.
Saatgutkataloge und Beratungsdienste veröffentlichen Wärmeeinheiten-Ratings — Süßmaissorten sind zum Beispiel üblicherweise bei 1.400–1.700 GDD bei Basis 50°F eingestuft. Den Rating-Wert der eigenen Sorte als Zieleingabe verwenden.